Willkommen bei Earl of Owlcrest

Schön, dass du uns gefunden hast!

Genuss statt Ruhestand

Wir sind Janusch und Dietlind (beide Ü60) – die Gesichter, die Nasen und die probierfreudigen Herzen der Earl of Owlcrest Manufaktur in Gütersloh.

Andere in unserem Alter züchten Rosen, füttern Tauben im Park oder üben langsam für die Rente. Wir haben uns gedacht: Viel zu langweilig! Der Mensch ist schließlich nicht nur zum Älterwerden erschaffen, sondern vor allem, um das Leben zu genießen. Und weil wir lieber Qualität statt Quantität im Glas haben, wurde aus meinem Hobby kurzerhand eine Manufaktur.

Unser Motto: Rente? Nein danke, wir machen lieber Prozente!

Im Destillabor

Wie es dazu kam: Die Flucht vor dem Zuckerwasser

Eigentlich fing alles aus reiner Frustration an. Ich war jahrelang überzeugter Whisky-Genießer (am liebsten die guten Tropfen aus dem Madeira-Fass). Irgendwann dachte ich mir: Probier doch mal diesen neuen, hippen Rum, den alle trinken. Aber oh Schreck! Viel Zucker, künstliche Aromen, Farbstoffe. Das war nicht mein Ding.
Ich machte mich auf die Suche nach ehrlichen, natürlichen Spirituosen. Bei kleinen Lokal-Brennereien fand ich zwar gute Obstbrände, aber die meisten Liköre dümpelten bei 25 bis 35 % herum. Echte, ausgewogene Gewürz-Spirituosen? Fehlanzeige. Also dachte ich mir: Wenn dir keiner was Vernünftiges einschenkt, musst du es eben selbst machen!

Die Tüftelei: Mein Leben als Hobby-Alchemist

Der Plan war einfach: Ich wollte etwas Stärkeres (über 40 %), das nicht im Hals kratzt, am nächsten Morgen keinen Schädel brummen lässt und dessen Geschmack ewig im Mund bleibt.

Spoiler: Der Weg dorthin war harte Arbeit! Lesen, mischen, verwerfen, neu mischen. Wie verhalten sich Kräuter und Gewürze zueinander? Was muss rein, damit es mild wird? An unserem Osmanisches Feuer habe ich geschlagene fünf Jahre herumgetüftelt (das Zeug ist mittlerweile aber auch unverschämt lecker!). Unser CHILL and CHEER ist dagegen wie ein frischer Waldspaziergang, nur eben im Glas. Und der Nachtschwärmer? Ein Likör mit stolzen 44 % – weich im Abgang und zum Dahinschwärmen gedacht.

Nach jeweils zwei Jahren Entwicklungszeit wusste ich: Jetzt passt’s!

Der Härtetest: Drei bärtige Kerle und das Osmanische Feuer

Der beste Beweis, dass sich die Arbeit gelohnt hat, passierte neulich auf der Messe „Finest Spirits“. Da gingen drei richtige Schränke von Männern an unserem Stand vorbei. Lederkluft, lange Bärte, tätowiert bis unter die Haarspitzen. Richtige Kerle eben.

Ich: „Na, Männer, wollt ihr mal was Gutes probieren?“ Sie (brummten wie aus einem Munde): „Nein. Wir trinken Whisky.“ Ich (mit einem breiten Grinsen): „Jep, das sieht man! Aber kommt schon, traut euch mal an was ran, das ihr garantiert noch nie getrunken habt.“ Ganz misstrauisch schlich einer der Bärte an den Stand. Das Ende vom Lied? Nach 20 Minuten nettem Plausch und ein paar Probeschlucken kaufte der eine unseren Nachtschwärmer und der andere das Osmanische Feuer. Nur der Dritte blieb standhaft.

Fazit: Selbst harte Whisky-Kerle schmelzen bei uns dahin – oder wie einer von ihnen sagte: „Das ist richtig gut für den Abend am Kamin.“

Unsere Philosophie: Zeit, Natur und Handarbeit

Bei uns gibt es keine Fließbänder, keine Chemielabore und keine Hektik. Wir glauben daran, dass gute Dinge Zeit brauchen – das gilt für uns Menschen genauso wie für unsere Spirituosen. In der Manufaktur wird noch traditionell mazeriert. Jede Zutat wird sorgfältig abgewogen und jeder Tropfen geht durch unsere eigenen Hände.

„Earl of Owlcrest“ ist für uns kein schnödes Geschäft. Es ist unser Weg, den Genuss zu feiern. Wenn wir am Ende eines langen Tages mit Freunden zusammensitzen und mit unseren eigenen Kreationen anstoßen, wissen wir genau, wofür wir das alles machen.

Probier es selbst aus – wir freuen uns darauf, ein Teil deiner besonderen Abende zu sein.

Herzliche Grüße aus Gütersloh,

Janusch und Dietlind